HERTHA BSC MUSEUM 1892
  Hertha BSC •Sechserpack
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Sechserpack mit Viererpack

Ein seltenes Ereignis hat erstmalig im Monat April und insgesamt siebenmal den Einzug in das Geschichtsbuch von Hertha BSC gefunden. Die Rede ist von den sechs Spielern, die seit 1970 vier Tore in einem Pflichtspiel für die Blau-Weißen erzielt haben.

Die glorreichen Sechs

Wolfgang Gayer, Lorenz „Lenz“ Horr, Erich „Ete“ Beer, Jürgen Milewski, Thomas Remark und Bart Goor – diese sechs Herthaner haben in der Vergangenheit mit ihren „Viererpacks“ für denkwürdige und unvergeßliche Momente für die Anhänger von Hertha BSC gesorgt.


"Der Törjäger aus Kurpfalz"

Den Anfang macht Wolfgang Gayer, dem dieses Kunststück vor fast genau 49 Jahren beim höchsten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte zum ersten Mal gelingt. Am 18.04.1970 erzielt er am 32. Spieltag vor 22.209 Zuschauern im Berliner Olympiastadion beim 9:1 gegen Borussia Dortmund die Treffer zum 2:0 & 4:0 & 6:0 & 7:0. Nach diesem Spiel erhält Wolfgang Gayer sogar eine Einladung in das „Aktuelle Sportstudio“, der aber nicht nachkommt, da er es als eher zurückhaltender Mensch nicht gewohnt ist, im Mittelpunkt zu stehen.

Der Lenz ist da“

Knapp 13 Monate später ist es Publikumsliebling Lorenz „Lenz“ Horr, der am 08.05.1971 mit seinen Toren zum 1:0 & 3:2 & 4:2 & 5:2 die 43.850 Zuschauer verzückt und den entscheidenen Anteil zum 6:2 gegen Eintracht Frankfurt am 30. Spieltag leistet.
 

Der doppelte Beerliner“

In der Saison 1975/1976 folgt Erich „Ete“ Beer, der innerhalb von nur 35 Tagen gleich zweimal mit einem „Viererpack“ aufwarten kann. Sowohl am 30.08.1975 gelingen dem Mannschaftskapitän vor heimischen 22.125 Zuschauern am fünften Spieltag beim Stand von 1:0 die vier folgenden Treffer zum 5:0 gegen Bayer 05 Uerdingen als auch am 04.10.1975 beim 6:2 vor 35.500 Besuchern im Niedersachsenstadion bei Hannover 96, als er am 10. Spieltag die Tore zum 1:0 & 3:0 & 4:2 & 6:2 für die Berliner markiert.


Lediglich Gerd Müller vom FC Bayern München in den Spielzeiten 1969/1970 sowie 1976/1977 und Dieter Müller vom 1. FC Köln in der Saison 1976/1977 gelingt dieses Kunststück ebenfalls.

Mister Europacup“

In der Saison 1978/1979 avanciert Jürgen Milewski zum Held des Abends. Seine vier Tore vor 3.295 Zuschauern im weiten Rund des heimischen Olympiastadions sorgen nicht nur für einen klaren 4:0-Heimsieg gegen die dänische Mannschaft von EfB Esbjerg, sondern sichern Hertha BSC auch den Einzug in das Viertelfinale um den UEFA-Pokal.


So verdient sich Thomas Remark treu und fleißig seine D-Mark“

Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga nach der Spielzeit 1979/1980 strebt Hertha BSC sofort die Rückkehr in das bundesdeutsche Fußball-Oberhaus an. Am 17. Spieltag der 2. Bundesliga Nord der Saison 1980/1981 unterstreichen die Berliner dieses Vorhaben eindrucksvoll. Mit einem 8:0 fegen die Herthaner die SG Wattenscheid vor 13.000 begeisterten Zuschauern am 08.11.1980 aus dem Olympiastadion. Vierfacher Torschütze in dieser Partie ist Thomas Remark, der die Treffer vom 4:0 bis zum 7:0 beim bis zum heutigen Tage zweithöchsten Sieg in einem Pflichtspiel beisteuert.


Die Flandern-Festspiele“

Letzmalig dürfen die blau-weißen Anhänger einen „Viererpack“ vor etwas mehr als 17 Jahren bejubeln. Am 10.03.2002 schlägt sprichwörtlich die Stunde des belgischen Bart Goor, die auch die heimischen 36.238 Zuschauer wohl für immer in Erinnerung behalten werden.

Bart Goor bestreitet seine wohl beste Partie für den Hauptstadtclub. Nachdem er bereits als Vorlagengeber am 1:0 beteiligt ist und mit einem Lattenkracher dem Torerfolg nahe kommt, erzielt er zunächst das 2:0 bevor ihm nach einem weiteren Aluminiumtreffer ein lupenreiner Hattrick mit den Toren zum 4:0 bis 6:0 gelingt. Zudem markiert sein 4:0 das 37.000. Tor in der Geschcihte der Fußball-Bundesliga.

Die Viererpack-Landkarte“

Mannheim, Ludwigshafen-Oggersheim, Neustadt bei Coburg, Hannover, Völklingen und Neerpelt in Belgien, das sind die Geburtsorte der bisherigen vierfachen Pflichtspiel-Torschützen seit Einführung der Fußball-Bundesliga für Hertha BSC. Man darf gespannt sein, wann der erste waschechte Berliner seinen Namen auf diese exklusive Liste setzen kann.


Veröffentlichungsdatum: 16.04.2018

 
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